Unfallzahlen Charlottenburg 2025
Charlottenburg hat den niedrigsten Unfallfluchtanteil der hier erfassten Ortsteile — bei einer der höchsten Fallzahlen.
Die Zahlen im Einzelnen
- Verkehrsunfälle insgesamt
- 11.563
- davon mit Kraftfahrzeug
- 11.431
- davon mit Pkw
- 10.753
- ohne Kraftfahrzeug
- 132
- mit erfasster Unfallflucht
- 2.465
alle polizeilich aufgenommenen Unfälle, einschließlich reiner Sachschäden
Pkw, Kraftrad oder Lastkraftwagen beteiligt
Personenkraftwagen beteiligt, auch geparkt
etwa Rad gegen Fuß oder Rad gegen Rad
Eintrag zu §142 StGB bei der Aufnahme
Die Zahlen stammen aus der Veröffentlichung „Polizei Berlin, Verkehrsunfallsituation" für den Jahrgang 2025 und stehen unter CC BY 3.0 DE. Räumlich liegt ihnen der Altbezirk CH (Ortsteilgliederung der Polizei Berlin) zugrunde, also die polizeieigene Gliederung und nicht die Grenze des heutigen Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.
Was daraus abzulesen ist
Nahezu jeder dieser Unfälle betraf ein Kraftfahrzeug: 11.431 von 11.563, davon 10.753 mit einem Pkw. In 2.465 Fällen, also 21,3 Prozent, vermerkte die Aufnahme §142 StGB. Der Vermerk hält einen Verdacht fest, mehr nicht.
Welche Unfälle in dieser Zahl stecken
Die 11.563 für Charlottenburg sind der Rohbestand der Polizei Berlin, und zwar jede aufgenommene Kollision — bis hinunter zum Parkrempler, nach dem beide Beteiligten weitergefahren sind. Wie groß dieser Anteil ist, zeigt die stadtweite Auswertung: 34.161 der 137.373 Berliner Unfälle des Jahres waren reine Park- und Rangiervorgänge, 24,9 Prozent.
Auf ein Kraftfahrzeug entfielen davon 11.431 Fälle, auf einen Pkw 10.753. Ganz ohne Kraftfahrzeug liefen 132 Unfälle ab, gut ein Prozent: Rad gegen Fuß, Rad gegen Rad, Elektrokleinstfahrzeuge. Für die Arbeit eines Kfz-Sachverständigen ist deshalb die Kfz-Zahl die maßgebliche und nicht die Gesamtsumme darüber.
Zwei Statistiken, zwei Maßstäbe
Außerhalb Berlins wird die amtliche Straßenverkehrsunfallstatistik geführt. Sie lässt gewöhnliches Blech weg und zählt nur Unfälle mit Personenschaden oder abgeschlepptem Fahrzeug. Wie weit die beiden Maßstäbe auseinanderliegen, steht in derselben Berliner Auswertung: Den 137.373 aufgenommenen Unfällen standen 14.161 mit Personenschaden gegenüber. Wer die 11.563 aus Charlottenburg neben eine Zahl aus der anderen Statistik stellt, rechnet in zwei verschiedenen Einheiten.
Bei 2.465 der Charlottenburger Aufnahmen, 21,3 Prozent, haben die Beamten einen Vermerk zu §142 StGB gesetzt. Der Vermerk hält fest, was am Unfallort aufgenommen wurde, und ist keine Verurteilung; ob je eine folgte, führt diese Statistik nicht. Stadtweit blieb der Verursacher bei 12,82 Prozent der Unfälle unbekannt — für die Schadenaufnahme heißt das vor allem, dass die Spuren am eigenen Fahrzeug gesichert sein müssen, bevor repariert wird.
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